Griptape richtig aufkleben aufs Skateboard
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Ein schief geklebtes Griptape nervt jedes Mal, wenn du aufs Board schaust. Noch schlimmer wird’s, wenn Blasen drin sind, die Kanten ausfransen oder das Tape an Nose und Tail nicht sauber sitzt. Wenn du dein Griptape richtig aufkleben aufs Skateboard willst, brauchst du kein Profi-Toolset - aber du solltest sauber arbeiten.
Der gute Teil: Das Ganze ist kein Hexenwerk. Mit der richtigen Reihenfolge sieht dein Deck nicht nur besser aus, es fährt sich auch direkter. Gerade bei Fliptricks, schnellen Foot Adjustments und nassen Sessions merkst du sofort, ob das Tape ordentlich sitzt oder halbherzig draufgeworfen wurde.
Griptape richtig aufkleben am Skateboard - was du wirklich brauchst
Du brauchst nicht viel, aber ein paar Basics machen den Unterschied. Ein frisches Deck oder ein sauber entgripptes Board ist die Grundlage. Dazu kommen ein Bogen Griptape, ein Cutter oder scharfes Blade und etwas Hartes zum Anreiben - viele nehmen dafür einen Schraubenzieher, ein Tool oder den Griff vom Cutter.
Wenn du die Achslöcher von oben freilegen willst, hilft eine kleine Nadel oder die Spitze vom Tool. Mehr braucht es meistens nicht. Manche arbeiten mit einer Feile an der Kante, andere schwören auf die klassische Schraubenzieher-Methode. Beides funktioniert, solange du sauber und mit Gefühl arbeitest.
Wichtig ist vor allem die Fläche unter dem Tape. Staub, Wachsreste oder alte Klebereste sorgen dafür, dass das Griptape später an den Kanten hochkommt. Bei einem neuen Deck ist das selten ein Thema. Bei einem gebrauchten Board solltest du die Oberfläche kurz checken und gründlich sauber machen.
So klebst du Griptape richtig auf dein Skateboard
Leg das Deck auf eine stabile Fläche und nimm dir ein paar Sekunden für die Ausrichtung. Viele ziehen direkt die ganze Schutzfolie ab und hoffen auf Glück. Kann funktionieren, muss aber nicht. Besser ist, das Tape zunächst locker über dem Deck auszurichten, damit Nose, Tail und beide Seiten gleichmäßig abgedeckt sind.
Dann ziehst du die Schutzfolie Stück für Stück ab und setzt das Griptape mittig an. Starte am besten in der Mitte des Decks und arbeite dich langsam nach außen. So drückst du die Luft eher raus, statt sie einzuschließen. Genau hier entstehen die meisten Blasen - nicht wegen schlechtem Tape, sondern weil zu schnell und zu ungenau gearbeitet wurde.
Sobald das Tape aufliegt, reibst du es mit der flachen Hand erst grob fest. Danach kommt das Anreiben mit Tool oder Schraubenzieher. Fahr mit Druck entlang der kompletten Outline des Decks, bis sich die Kantenform deutlich durch das Tape abzeichnet. Das ist wichtig, weil du später genau an dieser Linie sauber schneiden willst.
Bei Concave und Kicktails lohnt es sich, gründlich zu arbeiten. Besonders an Nose und Tail sitzt das Tape sonst oft nur oberflächlich und hebt sich nach ein paar Sessions. Je sauberer du jetzt andrückst, desto länger bleibt alles dort, wo es hingehört.
Das Griptape sauber zuschneiden
Jetzt kommt der Part, bei dem viele ihr fast perfektes Ergebnis ruinieren. Nimm ein scharfes Blade und schneide entlang der abgeriebenen Kante. Nicht hacken, nicht sägen wie wild - lieber in einer kontrollierten Bewegung rund ums Deck arbeiten.
Das Deck dabei leicht drehen, nicht deinen Arm verrenken. So bleibt der Schnitt sauberer. Wenn das Blade stumpf ist, wechsel es lieber. Ein stumpfes Messer reißt das Tape an der Kante auf, und genau dort franst es später schneller aus.
Ob du das Messer leicht schräg hältst oder gerade schneidest, ist ein bisschen Geschmackssache. Leicht schräg nach außen gibt oft eine saubere Kante. Zu aggressiv solltest du aber nicht schneiden, sonst erwischst du unnötig viel vom Holz oder rutschst ab.
Kanten versiegeln für längeren Halt
Wenn der Überschuss runter ist, nimmst du einen Reststreifen vom abgeschnittenen Griptape und reibst damit die Kanten ab. Das klingt simpel, ist aber einer der besten Tricks überhaupt. Durch das abrasive Material werden die Schnittkanten geglättet, lose Partikel entfernt und das Tape sitzt optisch und technisch sauberer.
Gerade wenn du oft street skatest, das Board rough abstellst oder bei nicht ganz trockenem Boden unterwegs bist, macht dieser Schritt Sinn. Er verhindert nicht jeden Schaden, aber die Kanten halten in der Regel länger.
Blasen im Griptape - was tun?
Kleine Luftblasen sind kein Weltuntergang. Wenn du direkt nach dem Aufkleben eine siehst, versuch zuerst, sie mit Daumendruck zur Seite rauszuarbeiten. Bei sehr kleinen Blasen klappt das oft sofort.
Bleibt die Blase drin, kannst du sie mit einer feinen Nadel oder der Spitze vom Blade minimal anstechen und die Luft ausdrücken. Wirklich nur minimal. Du willst kein sichtbares Lochmuster auf dem Deck, sondern nur die eingeschlossene Luft rausbekommen.
Wenn viele große Blasen entstehen, lag es meistens am Aufkleben selbst. Dann wurde das Tape zu schnell komplett abgelegt oder nicht von der Mitte nach außen angedrückt. In so einem Fall hilft selten ein Trick - dann ist neu machen oft die sauberere Lösung.
Unterschied zwischen neuem Deck und Regrip
Bei einem neuen Deck ist die Sache entspannt. Oberfläche clean, Form klar, keine Rückstände. Da geht es hauptsächlich um gutes Ausrichten und sauberes Schneiden.
Beim Regrip sieht es anders aus. Altes Tape runterzubekommen kann mühsam sein, und Klebereste sind der Klassiker. Wenn noch Reste auf dem Deck sitzen, klebt das neue Griptape nie so sauber wie auf frischem Holz. Es lohnt sich also, vor dem neuen Tape wirklich Zeit in die Vorbereitung zu stecken.
Auch kleine Macken im Holz spielen eine Rolle. Ein stark beanspruchtes Deck mit Chips an Nose oder Tail gibt dir nie dieselbe perfekte Kante wie ein neues. Das ist normal. Dann geht es eher darum, das Beste aus dem Zustand rauszuholen, statt ein showroom-fertiges Ergebnis zu erwarten.
Sollte man Schlitze oder Cut-outs ins Griptape machen?
Kommt drauf an, wie du fährst und was du magst. Viele schneiden kleine Markierungen oder Designs ins Tape, damit Nose und Tail sofort unterscheidbar sind. Das ist praktisch, vor allem wenn du dein Setup gern schnell unter den Füßen sortierst.
Technisch ist das kein Muss. Ein cleanes Full-Sheet funktioniert genauso gut. Zu viele Ausschnitte reduzieren aber natürlich die Grifffläche. Wenn du also eher auf maximalen Halt stehst, halte das Design schlicht. Wenn dir Boardfeel und Wiedererkennung wichtiger sind, kann ein kleiner Cut-out Sinn machen.
Häufige Fehler beim Griptape-Aufkleben
Der größte Fehler ist Hektik. Ein weiterer Klassiker ist ein unsauberes, staubiges Deck. Danach kommt stumpfes Werkzeug - und das sieht man am Ende sofort. Auch das komplette Tape ohne Ausrichtung direkt aufs Board zu knallen, endet oft mit schiefem Sitz oder Luftblasen.
Viele drücken außerdem zu wenig an den Kanten. Das fällt am ersten Tag kaum auf, aber nach ein paar Sessions lösen sich genau diese Stellen zuerst. Und wenn du beim Schneiden zu weit innen ansetzt, bleibt Holz sichtbar. Zu weit außen führt zu ausgefransten Überständen. Sauber arbeiten ist hier wirklich mehr wert als Speed.
Wie lange hält sauber aufgeklebtes Griptape?
Das hängt stark von deinem Skaten ab. Viel Street, nasser Boden, häufiges Foot Dragging und rougher Transport killen Tape schneller. Wenn du dein Board oft im Kofferraum zwischen Zeug rumfliegen hast, leidet die Oberfläche auch ohne Session.
Sauber geklebtes Griptape hält aber klar länger als schnell aufgezogenes. Nicht weil das Material plötzlich besser wird, sondern weil Kanten und Haftung stimmen. Sobald sich Ecken lösen, kommt Schmutz drunter - und dann geht der Verschleiß schnell weiter.
Wenn dein Tape glatt gefahren ist, großflächig Schmutz zieht oder sich an mehreren Stellen hebt, ist ein Wechsel sinnvoll. Mehr Grip bedeutet mehr Kontrolle. Gerade bei technischen Tricks merkst du den Unterschied sofort.
Griptape richtig aufkleben Skateboard - lohnt sich der Aufwand?
Safe. Ein ordentlich gegripptes Deck sieht nicht nur besser aus, es fährt sich auch besser. Du stehst stabiler drauf, bekommst klareren Halt bei Flicks und musst dich weniger über lose Kanten oder Blasen ärgern. Das ist einer dieser kleinen Jobs am Setup, die man sofort spürt.
Wenn du dein Material ernst nimmst, gehört sauberes Grippen einfach dazu. Nicht geschniegelt, nicht überperfekt - einfach ordentlich. Genau so, wie man sein Board eben aufbaut, wenn man wirklich Bock aufs Fahren hat. Bei XDouble feiern wir genau diesen Unterschied zwischen irgendwie montiert und sauber gemacht.
Nimm dir also die extra Minuten, arbeite mit Ruhe und schau auf die Details. Dein Board dankt’s dir nicht mit Worten, aber beim ersten sauberen Ollie merkst du sofort, dass alles sitzt.